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Bebauungsplan

Der Bebauungsplan legt den Spielraum und die Grenzen für die Umsetzung der Vision fest. Er sichert als rechtliche Grundlage die im Entwicklungsprozess für das Quartier Feldbreite definierten Qualitäten.

Ein Bebauungsplan bestimmt dagegen nicht, wie die einzelnen Bauten aussehen sollen. Grundrissform, Volumen, Fassaden und Materialien werden erst in den konkreten Bauprojekten definiert.

Für jedes Projekt ist eine Baubewilligung notwendig.

Das zu bebauende Gebiet ist im Zonenplan als Bauzone mit besonderen Vorschriften ausgeschieden. Für das Quartier Feldbreite ist dafür parallel zur Genehmigung des Bebauungsplans eine Teiländerung des Zonenplans erforderlich. Diese definiert neu auf Teilen des Areals eine spezielle Wohnzone und eine spezielle Geschäftszone.

Bild Bebauungsplan
Der Bebauungsplan lässt einen grossen Freiraum für verschiedene architektonische Lösungen.

Der Bebauungsplan für das Quartier Feldbreite regelt die Rahmenbedingungen für die Planung eines modernen, lebendigen Quartiers mit hoher Lebensqualität. Er garantiert einerseits ein stimmiges, qualitätsvolles Siedlungsbild und fördert andererseits eine Vielfalt von innovativ ausgerichteten Einzelprojekten mit eigenständigen Nutzungsprofilen.

    Wichtigste Ziele:
  • Vielfältiges, in Etappen realisierbares Quartier mit Schwerpunkt Wohnen
  • Angemessene Dichte mit starker Durchgrünung, guter Gestaltung und Vernetzung des Aussenraums mit Begegnungszonen und Freiräumen
  • Architektonisch überdurchnittliche Qualität der Bauten und ökologische Nachhaltigkeit
  • Hohe Nutzungsqualität für die Bewohner

Der Bebauungsplan ist das Resultat eines einjährigen Entwicklungsprozesses. Seine Bestimmungen reflektieren die von allen Beteiligten gemeinsam erarbeiteten Werte und das städtebauliche Konzept für das neue Quartier.

Das Quartier Feldbreite entsteht auf einem Areal mit beträchtlichen Dimensionen. Das Bild rechts zeigt einen Grössenvergleich mit der Umgebung des Bahnhofs Luzern.
Aus verschiedenen städtebaulichen Szenarien wurde der Bebauungsplan entwickelt.
Das Quartier Feldbreite kann etappenweise in einzelnen Projekten entstehen. Die Animation zeigt eines von vielen möglichen Entwicklungszenarien.

Auf Grundlage des Bebauungsplans entstehen im Quartier Feldbreite rund 600 neue Wohneinheiten sowie Arbeitsplätze in städtischer Dichte. Dabei wird ein Entwicklungsmodell umgesetzt, welches innerhalb eines übergreifenden Gesamtkonzepts vielfältige Identitäten zulässt. Über stark durchgrünte Freiräume wird das Quartier eng mit dem Umfeld vernetzt.

Baufelder bezeichnen die maximal bebaubaren Flächen des Quartiers. Jedes der zwölf Baufelder darf zu maximal 60 Prozent der Grundfläche bebaut werden. Die Gebäudehöhe darf vier, an städtebaulich wichtigen Stellen sechs bis sieben Geschosse (Ausnahme: sieben Geschosse auf Baufeld A2) betragen. Die Ausnutzung beträgt 0,8 im nördlichen und 1,0 im südlichen Teil des Areals. Sie liegt somit nur leicht über dem Rahmen des bereits heute möglichen. Für einzelne Baufelder sieht der Bebauungsplan sogenannte «Pflichtbaulinien» und «Pflichtbauecken» vor. Diese bestimmen, an welchen Stellen innerhalb eines Baufeldes zwingend eine Fassade bzw. eine Gebäudeecke realisiert werden muss. Sie dienen dazu, Freiräume wie Plätze räumlich einzugrenzen und abzuschliessen.

Zwölf Baufelder legen fest, wo Neubauten zu stehen kommen. Ausser an den roten Markierungen ist die Stellung der Gebäude frei.

Schützenswertes bleibt erhalten. Weil das Quartier Feldbreite eine Bebauung von hoher Qualität verspricht, unterstützen die kantonale Denkmalpflege und der Innerschweizer Heimatschutz den Bebauungsplan.

Der Bau von Armin Meili (Baujahr 1928) im Zentrum der heutigen Wohnkolonie Feldbreite gilt als wichtiger Vertreter modernen Bauens, wurde aber durch Umbauten in den 40er Jahren stark beeinträchtigt. Er wird nach denkmalpflegerischen Vorgaben restauriert und in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt.

Für das Gebiet um den Meili-Bau besteht eine Wettbewerbspflicht.
Der Meili-Bau wird in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt.

Der Bebauungsplan sieht ein funktional und gestalterisch zusammenhängendes Freiraumangebot vor. Damit wird sichergestellt, dass das Quartier Feldbreite unabhängig von den einzelnen Bauprojekten als eine Einheit wahrgenommen wird und über eine eigene Identität verfügt. Zusammen mit dem ersten Bauprojekt wurde im Konkurrenzverfahren mit fünf Landschaftsarchitekten ein Freiraumkonzept erstellt.

Die im Bebauungsplan bezeichneten gemeinschaftlichen Freiräume werden ergänzt durch Gemeinschaftshöfe und private Aussenräume inner- und ausserhalb der Baufelder. Diese sind eng vernetzt und durchlässig gestaltet.

Alleebäume prägen unabhängig von der Bebauung das Siedlungsbild und können einzelnen Standorten einen speziellen Charakter verleihen.

Der Feldbreiteplatz bildet den zentral gelegenen gemeinschaftlichen Freiraum – ein Begegnungsort und Treffpunkt im Herzen des Quartiers. Damit dieser Platz möglichst von allen Bewohnern intensiv genutzt wird, sieht die Planung ein angemessener Mix von Grün- und Hartflächen vor. Zudem soll ein Pavillon eine vielfältige Nutzung des Feldbreiteplatzes fördern.

Der Meiliplatz, benannt nach dem Meili-Bau, bildet das Tor zur Stadt. Direkt an der Seetalstrasse gelegen, repräsentiert dieser Platz das neue entstehende Quartier gegenüber Emmen. Der Lage und Gestaltung dieses Platzes wurde deshalb mit einer Wettbewerbspflicht für die umliegenden Baufelder besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Freiraumkonzept

Freiräume sind eng vernetzt und durchlässig gestaltet.

Das Quartier Feldbreite profitiert von der Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Ein dichtes Fuss- und Velowegnetz stellt kurze und direkte Verbindungen innerhalb des Quartiers Feldbreite sowie zu den angrenzenden Siedlungsgebieten sowie zu den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sicher.

Für den motorisierten Individualverkehr wird das Quartier von drei Seiten durch verkehrsberuhigte Stichstrassen erschlossen. Parkplätze für die Bewohner befinden sich grundsätzlich unterirdisch. Für Besucher sind an ausgewählten Orten oberirdische Parkiermöglichkeiten vorgesehen.

Fussgänger- und Radwege haben Vorrang vor dem motorisierten Individualverkehr.
Kurze Wege zu den Haltestellen machen den öffentlichen Verkehr attraktiv.

Alle Bauten im Quartier Feldbreite müssen mindestens den Minergie- oder einen vergleichbaren Standard erreichen.

Freiräume und Neubauten sind barrierefrei und somit Mobilitäts-, Hör- und Sehbehindertengerecht zu gestalten.

Der Bebauungsplan reagiert mit geeigneten Massnahmen auf Lärmimmissionen der umgebenden Strassen und des nahen Sportplatzes. Der Lärmimmissionsschutz ist durch die Vorschriften der eidgenössischen Lärmschutzverordnung geregelt.